Die Wesenentwicklung
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Lebens- |
Vorgänge zur |
Biologische |
Positive Wirkung bei Erfüllung artgemäßiger Bedürfnisse |
Negative Wirkungen bei Vorenthaltung artgemäßiger Bedürfnisse |
Zur besonderen Beachtung |
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Geburt |
Reifungsvorgänge und innere Antriebe (angeborene Lehrmeister) setzen die Entwicklung in Gang .Der Funktionskreis des Nahrungserwerbs führt den Entwicklungsverlauf an |
Verwirklichung eines offenen Entwicklungs- |
Optimale Entfaltung und Anpassung körperlicher und psychischer Leistungsfähigkeit |
Erbliche Anlagen können nicht vollständig in Erscheinung treten |
Der Vollständigkeitsgrad instinktiver Verhaltensweisen bietet wichtige Rückschlüsse für die Erbgesundheit. Aufpäppelei hilft dem Hund nicht, sondern führt auf Dauer zum Verfall seiner Lebensgrundlage |
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2. Woche |
Sinnesentwicklung und Wahrnehmungsumwelt nehmen verstärkt zu und fördern sich gegenseitig |
Schrittweise Vervollständigung und Anpassung von Organismus und Verhalten (Lernspirale) |
Passung zwischen erblichen Anlagen und Umwelt kann sich mehr und mehr einstellen |
Organismus und Verhalten erlangt nicht die nötige Regulationsfähigkeit |
Aufzuchtsbedingungen müssen mit den rassespezifischen Umweltansprüchen übereinstimmen. |
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4. Woche |
Prägung auf das Artbild von Mensch und Hund setzt zunehmend ein |
Sammeln lebenswichtiger Erfahrungen, die ein Leben lang nicht mehr “vergessen“ werden dürfen |
Entstehung der richtigen Bindung und Beziehung zu den künftigen Sozialpartnern (Mensch & Artgenossen) |
Unfähig für ein normales Leben in der Gemeinschaft. Kaum mehr gutzumachende Fehlentwicklung des Wesens. Fehlende Lernmöglichkeiten und Erfahrungen führen später zu Verhaltensstörungen |
Menschlicher Kontakt und Zuwendung sind unerlässlich. Eine verpasste Prägung ist eine verpatzte Prägung |
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6. Woche |
Reifung und Lernen fordern intensives und prägungsähnliches Lernen in nahezu allen Funktionskreisen heraus. Erkunden, Neugierde, Spielen und Nachahmen bestimmen das Tagesgeschehen |
Differenzierte Vervollständigung und Anpassung nach den Anforderungen der vorgefundenen Umwelt. Erprobung und Einübung lebenswichtiger Verhaltensweisen des Erwachsenenlebens. |
Selbstsicherheit im Umgang mit Sozialpartnern und Umweltgegebenheiten kann sich zunehmend einstellen. Entwicklung körperlicher und psychischer Leistungsfähigkeit |
Unter – und Fehlentwicklung sowie Verkümmerung wesentlicher Anlagen und Eigenschaften |
Spielen ist eine ernste Sache, denn Spielen heißt Lernen |
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8. - 16. Woche |
Spielerisches Lernen und Prägung auf die gebotene Umwelt befinden sich auf einem Höhepunkt. Trennung von der Wurfgemeinschaft führt zum Abbruch der innerartlichen Verhaltensentwicklung. Eingewöhnung in eine andere Umwelt, Anschluss an neue Sozialpartner. Schrittweises heranführen an die Belastung der Zivilisationsumwelt, zielgerichtetes Spielen bei Gebrauchshunde-Welpen. Sensible Phase geht innerhalb rasseabhängiger und individueller Toleranzbereiche zu Ende |
Erlangen der Befähigung für den richtigen Umgang mit Sozialpartnern und Umweltsituationen. Prinzipiell unbiologisch, aber im Interesse der neuen Bindung unumgänglich. Voraussetzung für eine aktive Auseinandersetzung mit veränderten Lebensbedingungen. Angstfreies Hineinwachsen in die zivilisatorische Lebensweise des Menschen. Nutzung der prägenden Wirkung früherer Lernergebnisse. angepasste Vervollständigung eines offenen Entwicklungsprogramms ist größtenteils abgeschlossen. |
Zunehmende Selbstständigkeit & Selbstsicherheit in allen Lebenslagen. Enge Bindung an den menschlichen Partner. Entwicklung des nötigen Vertrauensverhältnisses lässt Selbstsicherheit & Wesensfestigkeit entstehen. Psychische Belastungsfähigkeit wird den Lebensbedingungen bestmöglich angepasst Prägungsergebnisse wirken wie angeboren. Körperliche und psychische Leistungsfähigkeit kann wie aus einem „Guss“ entstehen. |
Allgemeine Unsicherheit + häufige Angst vor Unbekanntem. Einbuße wichtiger Lernergebnisse, spätere Unverträglichkeit gegenüber Artgenossen. Möglichkeit sexueller Fehlprägung, Selbstüberlassenheit und Verlassenheitsangst hemmt Spiel – und Lernentwicklung und führt zu Verhaltensstörungen. Unzweckmäßiges + unangemessenes Reagieren auf Umweltreize ( Wesensmängel). Fehlbeurteilung erblicher Anlagen. Versäumtes kann kaum jemals mehr nachgeholt werden |
Die Eroberung der eigenen Welt, auch außerhalb der bisherigen Umgebung muss möglich sein. Fortsetzung innerartlicher Spielentwicklung ermöglichen. —Prägungsspieltage— Verständnisvolle artgerechte Zuwendung ist wichtiger als das beste Futter. Der Hund wird zum Spiegel seiner Umwelt. Die Entwicklung seines Wesens darf nicht dem Zufall überlassen sein. Es ist der Mensch, der zum Schicksal seines Hundes wird. |
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5. - 12. Monat |
Weitere sensible Phase, deren Beginn und Ende rasseabhängig und individuell variieren kann |
Richtungsbestimmende Stabilisierung der vorangegangenen Entwicklung ( Vor - / Pubertät) |
Erwünschte Beziehung zwischen Mensch und Hund verfestigt sich |
Eingeschränkte Bindungsfähigkeit, Unsicherheit, Schreckhaftigkeit und Angst |
Verständnisvoller Umgang besonders jetzt – und ein ganzes Hundeleben lang |