Futter & Leckerchen

Welches Futter ?

Welches Futter man füttert ist regelrecht zur Glaubensfrage geworden.

Unzweifelhaft ist aber, dass die Heute im Handel erhältlichen guten Hundefutter z.B. von Markus Mühle, Royal Canin, Pedigree Pal etc. nicht schlechter sind, als selbst zubereitetes Hundefutter.

Im Gegenteil:

Um allen Ansprüchen des Hundes hinsichtlich einer ausgewogenen und artgerechten Ernährung zu entsprechen, muss man schon sehr viel Ernährungsphysiologisches Wissen besitzen und die entsprechende Zeit mitbringen, will man das Futter für seinen Hund selber herstellen.

Man kann seinem Hund unbedenklich Fertigfutter füttern

Die Ernährung über Tischabfälle ist jedoch nicht der richtige Weg.

Weil sie nicht alle Bedürfnisse des Hundes und schon gar nicht des heranwachsenden Hundes erfüllt.

Auch ob man nun Trocken oder Dosenfutter bevorzugt, aus Ernährungsphysiologischen Betrachtungen heraus, ist es schwer eine Wahl zu treffen.

Ich bevorzuge Trockenfutter ( welches nicht eingeweicht wird ) aus drei Gründen.

Erstens:

Der Hund muss kauen und kann normalerweise sein Futter nicht ganz so schnell herunter schlingen wie Dosenfutter oder eingeweichtes, matschiges Trockenfutter.

Der Hund stammt vom Wolf ab und hat nicht von ungefähr ein imponierendes Gebiss dass er auch benutzen sollte, anstatt Brei zu schlabbern.

Anderseits sagen manche Tierärzte, dass eingeweichtes Trockenfutter leichter verdaulich sei.

Trockenfutter was jedoch aus kleinen Kügelchen besteht, ruft beim Hund oft auch kein ausreichendes Gefühl der Sättigung hervor, weil sie dieses auch einfach nur herunter schlingen werden.

Zweitens:

Es sind in vielen Dosenfuttern Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Duftstoffe etc. erhalten.

Drittens:

Man sollte bedenken, dass Dosenfutter bei warmen Temperaturen im Kühlschrank gelagert werden sollte, insbesonders wenn die Dose schon geöffnet ist.

Das aber anderseits der Hund sein Futter auf Zimmertemperatur erhalten sollte.

Wollen Sie das Futter umstellen, sollten Sie damit warten, bis sich der Welpe bei Ihnen eingewöhnt hat und dann die Umstellung schrittweise vornehmen.

Bedenken Sie bitte auch, dass der Hund immer genügend frisches Wasser vorfindet, dies gilt besonders wenn Trockenfutter gefüttert wird.

Wieviel Futter ?

Auch das ist eine schwer zu beantwortende Frage.

Futteranleitungen, die sich allein nach Größe und Gewicht des Hundes richten und dann entsprechende Grammzahlen empfehlen, helfen oft nicht weiter.

Da die Hunde individuell unterschiedlich Energie verbrauchen.

Sie können es am Anfang einfach nur ausprobieren.

Lässte der Hund ein klein wenig im Schälchen zurück, war die Menge richtig.

Schlingt er alles herunter und sucht verzweifelt nach mehr Nahrung, war es zu wenig.

Aber nicht jeder Hund frisst nur soviel, wie er braucht.

Sondern es gibt immer wieder Fresser, die alles Essbares in sich hineinstopfen.

Egal wie satt sie eigentlich sind.

Sie können noch nicht wissen, zu welchem Typ Ihr Hund gehört.

Deshalb sollten Sie parallel immer den Rippentest machen.

Ein Hund ist dann nicht zu dick, wenn man bei leichtem Auflegen der Hand auf seine Rippen diese noch spürt.

Beim Welpen ist jedoch auch diese Methode noch schwierig, weil er noch seinen Babyspeck mit sich herumträgt.

Dennoch kann man mit regelmäßigem Abfühlen des Hunde herausfinden, ob sich der Hund stramm und gut genährt anfühlt, klapprig und unterernährt oder aber schlabberig ist.

Wenn man die Fettschichten auf seinen Knochen hin und her schieben kann.

Sie müssen dann entsprechend die Portionen größer oder kleiner halten.

Denken Sie bitte nicht " Dick ist niedlich ".

Das Skelett Ihres Hundes ist noch im Wachstum, mindestens bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres.

Wenn der Hund sich zuviel Fett anfrisst, ist dies eine starke Belastung für seine Knochen und Gelenke und kann zu irreparablen Schädigungen führen.

Wann und wie oft Füttern ?

Welpen sollten zunächst viermal täglich gefüttert werden, was man dann langsam bis auf zwei Mahlzeiten pro Tag reduziert.

Am besten Morgens und Abends.

Der Hund sollte nach dem Fressen ruhen.

Tobt er mit vollem Magen, kann es zu einer unter Umständen tödlich endenden Magenumdrehung kommen.

Deshalb sollten Sie ihn nach dem Spielen und nach dem Spazieren gehen etc. füttern und in nach dem Fressen in Ruhe lassen.

Will er mal nicht fressen, versuchen Sie nicht Ihm das Fressen aufzudrängen.

Auch Hunde haben mal keinen Appetit oder fühlen sich schlicht unwohl.

Einem ständig mäkeligen Fresser sollten Sie das Futter nach 10 Minuten wegnehmen und in unter keinen Umständen durch andere Leckerbissen zum Fressen zu motivieren versuchen.

Weil er dann nur noch auf diese Leckerbissen wartet und sein Futter erst recht verschmähen wird !

Sehen Sie einen Hund der in wenigen Sekunden sein Futter herunter schlingt, so ist das zwar nicht schön anzusehen, aber es entspricht der Natur des Hundes.

Denn in der Wolfsmeute wird gemeinsam gespeist und von daher wird schnell gefressen um möglichst viel von der Beute mitzubekommen.

Stellen Sie dem Hund zu festen Zeiten seinen Napf immer auf den selben Platz und lassen Ihn in Ruhe.

Er muss das Gefühl haben, wirklich ungestört und ohne Hast fressen zu können.

Wie steht es mit Leckerchen ?

Leckerchen sollten der Belohnung und dem Training des Gebisses dienen.

Tischabfälle sind nicht geeignet.

Füttern Sie bitte keine gekochten oder gebratene Knochen.

Die Gefahr der Verstopfung oder der inneren Verletzungen durch splitternde Knochen ( z.B. Geflügelknochen ) ist zu groß.

Rohes, stark gewürztes oder gepökeltes Fleisch hat auf dem Speiseplan Ihres Hundes nichts zu suchen.

Gegen das Ausschlecken eines Quarks oder Naturjoghurtbechers ist nichts einzuwenden.

Die Futtermittelindustrie hat eine nicht mehr zu überschauende Menge der verschiedensten Leckerchen auf den Markt gebracht.

Bei der Auswahl von Leckerchen sollten Sie darauf achten, das keine Aromastoffe , Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Zucker enthalten sind.

An Kaustangen, Büffelhautkauknochen, Ochsenziemer, harten Hundekuchen können die Hunde Ihr Kaubedürfnis befriedigen und Ihr Gebiss reinigen.

Es dürfte wohl auch klar sein, das die " Leckerchen für Menschen " wie z.B. Schokolade oder Chips, keine Leckerchen für den Hund sind.

Auch wenn wir Menschen uns häufig wieder besser Wissen schlecht ernähren, wir haben es in der Hand unseren Hund vernünftig zu ernähren.

Denn er kann nicht in den Supermarkt gehen und sich das kaufen, worauf er gerade Appetit hat und was seinem Körper gar nicht bekommt.

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