Richtiges Spazieren gehen mit dem Welpen

Richtiges Spazieren gehen mit dem Welpen

Im Alter von ca. 8-16 Wochen entfernen sich die meisten Welpen nichtweit von Ihren Besitzern.

Aber mit zunehmendem Alter und Reifegradändert sich das ganz schnell.

Wenn Ihr Welpe früher bei jedem Rufen freudig zu Ihnen kam, wird er jetzt vielleicht erst noch nach etwas interessanteren Ausschau halten.

Deshalb muss man das richtige Spazieren gehen und kommen des Welpen von erstem Tag an richtig üben.

Wenn man nur so zur Entspannung spazieren geht oder den Bekannten die neuen Ereignisse erzählt und der Welpe nur so beiläufig mit läuft hat er keinen Anreiz zu Ihnen zu kommen, wenn Sie Ihn dann und wann malRufen um Ihn anzuleinen.

Da ist es ja langweilig und wenn man dorthin geht wird man angeleint und der Spaß ist vorbei!

So werden Sie zum lästigen Anhängsel das man eben braucht um vor die Tür zukommen, den man aber draußen besser Ignoriert weil Sie Ihn nur stören und aufhalten.

Man muss sich für den Welpen interessant machen, so dass Sie auch draußen sein wichtigster Spielpartner werden.

Spazieren gehen soll heißen: Ich (der Welpe) mache jetzt Sachen mit meinem Besitzer und nicht: Juchhu, die Tür geht auf, die Freiheit winkt, ich mache was ich will und mein Besitzer guckt nur zu. (Oder kann nur zugucken??).

Der Welpe muss lernen, dass er derjenige ist, der sich am Menschen zu Orientieren hat und aufpassen muss, dass er seinen Menschen nicht verliert und nicht umgekehrt.

Falsches Verhalten

Den Welpen nur dann Rufen um Ihn anzuleinen, weil man nach Hause will oder eine Gefahr droht.

Besser gar nicht erst von der Leine lassen, damit er nicht entwischt! Wer seinen Welpen nicht ohne Leine laufen lassen kann, wird Ihn nie von der Leine machen können.

Unbeteiligt mit ihm daher schlurfen, während er seine Welt entdecken geht.

Immer dieselben Wege laufen.

Ihn von anderen Hunden fern halten, weil die ja gefährlich werden könnten.

Ihn immer für sich alleine Spielen lassen, oder mit anderen Hunden. Im Glauben man tue Ihn damit schon etwas gutes, weil man Ihn nach draußen lässt.

Den Welpen ausschimpfen, wenn er nach langen rufen endlich zu Ihnen kommt.

Wer mehrmals ruft ist selber schuld.

Er hat damit seinem Hund beigebracht dass man dieses Kommando nicht sofort befolgen muss.

Wenn man Ihn dann noch fürs Kommen bestraft, darf man sich nicht wundern, wenn es beim nächsten Mal noch länger dauert bis er endlich zurückkommt.

Richtiges Verhalten

Den Welpen soviel wie möglich frei laufen lassen, jedoch nie in der Nähe von Verkehr!

In den Spaziergang einminütiges gehen an der Leine einfügen, dann darf er wieder toben.

Am besten ist es das Leinen gehen zu üben, wenn er schon etwas getobt hat.

Ihn immer wie im Infoblatt „ Komm“ beschrieben zu sich rufen, Ihn dann ein Leckerchen geben oder mit Ihm Spielen!

Wenn der Hund in Ihrer Nähe ist, sagen Sie freundlich seinen Namen.

In dem Moment in dem er Sie anschaut, werfen Sie Ihm das Leckerchen zum Fangen zu!

Alternativ dazu können Sie auch das Leckerchen ein Stück von Ihnen weg werfen, behalten Sie den Landeplatz dabei im Auge. Denn am Anfang findet derWelpe die Leckerchen nicht sofort.

Mit dem Kommando „Such“ führen Sie Ihren Hund dann darauf zu.

Sehr schnell lernen die Hunde das Fangen, das genaue Beobachten der Flugbahn (auch des winzigsten Futterbrocken) und das wieder finden derselben!

Aber Sie lernen noch etwas: Wenn Sie Ihren Namen hören, stehen die Chancen gut, dass Futterbrocken durch die Luft fliegen.

MachenSie häufig Richtungswechsel.

Das heißt, gehen Sie plötzlich nach links oder Rechts, machen Sie eine Kehrtwendung, bleiben Sie plötzlich stehen etc. ohne Ihn dabei anzusprechen, loben Ihn aber sofort wenn er Ihnen folgt!

Verändern Sie immer mal wieder Ihre Schrittgeschwindigkeit!

Verstecken Sie sich hinter einem Baum, rennen Sie plötzlich in eine andereRichtung.

Wann immer er Anstalten macht, Ihnen zu folgen loben Sie Ihnbesonders.

Auf den gewohnten Spazierwegen gehen Sie entgegen der üblichen Richtung oder nehmen ungewohnte Abkürzungen etc.

GestaltenSie Ihre Spaziergänge abwechslungsreich.

Bieten Sie dem Hund immer irgendetwas Interessantes.

Man kann sich gemeinsam durchs Gebüschschlagen, über Baumstämme klettern, über Bäche hüpfen, durch Begrenzungspfähle Slalom gehen oder einen Sprint einlegen.

Machen Sie auch kleine Übungen mit Ihm, wie Sitz, Platz oder irgendwelche kleinen ausgedachten Kunststückchen!

Das sollten Sie beim Spazieren gehen bei sich haben

Halsband und Leine

Ein Spielzeug oder Leckerchen bzw. sein Trockenfutter ( Ziehen Sie dies bitte von seiner Normalen Tagesration ab, sonst wird er zu dick.)

Irgendetwas klapperndes (z.b. mit Steinchen gefüllte Dose), um unerwünschtes Verhalten( hinter Jogger herjagen, Kotfressen etc.) im Ansatz durch Geräuschabwehr zu stoppen.

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