Team Mensch & Hund
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Was bedeutet Erziehung für das Team " Mensch und Hund " ?
Die heutige moderne Hundeerziehung ist Welten entfernt von vielen überlieferten Methoden, wie man schon immer den Hund "hingebogen" hat.
Das A und O jeglicher Hundeerziehung ist nicht der möglichst frühzeitige Drill auf die Ausführung von Befehlen hin, sondern der Aufbau einer Bindung zwischen Mensch und Hund.
Der Mensch muss sich für seinen Hund zum begehrtesten Teampartner machen.
Dafür sind gemeinsame Aktionen von zentraler Bedeutung:
Gemeinsames aktives Spazieren gehen
Gemeinsames Spiel
Gemeinsames Erkunden unwegsamen Geländes
Gemeinsames Kuscheln
Hunde sind als hochsoziale Rudeltiere darauf eingestellt, eine enge Bindung zu einem menschlichen Gefährteneinzugehen.
Sie gehen diese Bindung aber nicht unbedingt wie man vielleicht vermuten könnte, zu dem Familienmitglied ein das sie füttert, sondern zu dem der sich aktiv mit ihm beschäftigt.
Neben den gemeinsamen Aktionen ist es für den Hund ebenso wichtig, eine Person zu finden die ihm klare und verlässliche Regeln vorgibt, an die er sich zu halten hat.
Diese klaren Regeln bedeuten für den Hund Sicherheit.
Er weiß das ihm in der Gemeinschaft mit seinem menschlichen Partner nichts passieren wird.
Das für den Hund kalkulierbare Verhaltendes Menschen schafft Vertrauen.
Dieses Vertrauen ist die Basis dafür, dass der Hund Ängste vor seiner Umwelt verliert und voller Selbstvertrauen die an ihn gestellten Anforderungen meistert.
Erziehung dient nicht nur dem Menschen, indem dieser z.B. mit seinem brav an der Leine gehenden Hundsicher durch die Stadt kommt.
Erziehung bedeutet für den Hund auch geistigseelische Anforderung.
Eine Anforderung die unsere heutigen Hunde, die zumeist ohne eigentliche "Arbeit" als reine Familienhunde gehalten werden, dringend brauchen.
Erziehung bedeutet für den Hundauch, Erfolgserlebnisse zu haben.
Auch wenn Hunde unsere verbale Sprache nicht verstehen können, so können sie doch die Bedeutung von unseren Worten, unserer Gestik und Mimik entschlüsseln.
Und der Mensch kann, wenn er sich nur etwas bemüht, auch die "Sprache" des Hundes verstehen, so dass beide sehr erfolgreich miteinander kommunizieren können.
Der Mensch braucht Wissen über Wesen und Verhalten des Hundes, Einfühlungsvermögen, Geduld, Begeisterungsfähigkeit und Konsequenz.
Für das Scheitern unserer Erziehungsbemühungen sind an erster Stelle wir selbst verantwortlich.
Versteht ein Hund etwas nicht,sollten wir nicht auf die Dummheit oder den Starrsinn des Hundes schimpfen, sondern uns lieber fragen, ob der Fehler nicht bei uns selbst liegt.
Der Hund bringt von sich aus alles mit, um zum tollen Partner des Menschen zu werden.
Es liegt an uns, was wir daraus machen.
